Der traditionelle Hustenstiller

wird heute meist aus Eibisch und nicht mehr aus Schnecken hergestellt. Denn die Eibisch-Schleimstoffe ähneln optisch den Schleimen der Weinbergs-Schnecke.

Eibisch enthält reizlindernde und entzündungshemmende Inhaltsstoffe. Die Schleimstoffe legen sich schützend über die Mund- und Rachenschleimhäute. So lindert „Schnecken-Sirup“ lästigen trockenen Hustenreiz. Gerne werden Thymian und Fenchel als Geschmackskorrigenzien beigefügt.

Thymiankraut
Fenchelkraut

Moderner Schnecken-Sirup:

Zutaten

35 g Eibischwurzel
¼ Liter Wasser
250 g Zucker

Eibisch-Mazerat:

Radix althaea mit Wasser übergießen und über Nacht stehen lassen.

Am folgenden Tag die Wurzel abseihen. Mit dem Auszug den Zuckersirup zubereiten. Dazu den Eibischauszug zum Kochen bringen. Dann den Zucker hineingeben und so lange kochen, bis eine zähflüssiger Sirup entsteht. Noch heiß in eine saubere Flasche abfüllen und verschließen. So ist der Eibischsirup ca 16 Wochen haltbar.

Dosierung:

Zum Schleimlösen wird Erwachsenen 3 x täglich 1 EL empfohlen.

Ja, ob Mazerat, Dekokt oder Infus – die haben wir alle in „Galenik“ zubereitet. Doch tatsächlich im Alltag wohl eher selten, oder? Hast schon mal oder möchtest gerne deinen eigenen Hustensaft herstellen?! Berichte gerne deine Erfahrung!

https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=schneckensaft