Die Frosch-Offenbarung

„Schwanger oder nicht schwanger?!“ Dies wollte Frau schon immer gerne frühzeitig wissen.
In den 1930er Jahren wurden die ersten Schwangerschaftstest entwickelt. Hauptsächlich wurden Frösche zum Nachweis des Schwangerschaftshormons hCG benutzt. Bereits in den 1940er Jahren wurden in Apotheken die Frösche zum Schwangerschaftsnachweis genutzt.

Schwangerschaftstest „Frosch“

Die „Vielleicht-Schwangere“ gab in der Apotheke ihren ersten Morgenurin ab. Dieser wurde einem geschlechtsreifen Krallenfroschweibchen injiziert. Laichte der Frosch innerhalb von 18 Stunden, war die Schwangerschaft bestätigt.
Doch anders als heute, war diese Methode erst einige Wochen nach Ausbleiben der Menstruation anwendbar.

Galli-Mainini-Schnell-Test

Dr. Carlos Galli-Mainini, ein südamerikanischer Arzt, konnte das Hogben-Verfahren deutlich verkürzen. Er nutzte ausschließlich männliche Frösche zum Schwangerschaftsnachweis. So wurde eine kleine Menge des zu untersuchenden Urins in den dorsalen Lymphsack injiziert. Enthielt der Urin das Schwangerschaftshormon, so veranlasste es den Frosch zur Spermienproduktion. Und zwar in sensationell kurzer Zeit: innerhalb von drei Stunden. Die Spermienanzahl wurde mit Hilfe der Mikroskopie kontrolliert.

Krallenfrosch sitzt

Apotheken-Frosch

Krallenfrosch springt

Der Krallenfrosch wurde aus Südafrika importiert. Und zog dann in ein temperiertes Aquarium in der Apotheke ein. Der „Apothekenfrosch“ wurde erst mit dem Einsatz der immunologischen Schwangerschaftstest um 1960 obsolet.

Frosch-Erholung

Die Tests waren für den jeweiligen Frosch nicht schmerzhaft. Nach zwei Wochen Erholungszeit, war der Frosch zum nächsten Test bereit.

Krallenfrosch schwimmt